Maori Neuseeland
Die Maori und der Kiwi Und da wären noch die eigentlichen Ureinwohner Neuseelands. Ich traf auf eine Maori, die mit wahrscheinlich ewig im Gedächtnis bleiben wird. Sie ist eine der wenigen Maori, mit der ich mich länger unterhalten konnte, aber das hat auf mich bleibenden Eindruck hinterlassen. Sehr herzlich und unvoreingenommen, was gerade das Problem angeht, dass zwar Weiße und Maori gleichberechtigt sind, aber immer noch Vorurteile existieren.
Häufig bekam man den Tipp, dass man vor allem im Norden besonders auf seine Sachen aufpassen muss, da dort viele Maori leben. Ich habe bisher nie eine schlechte Erfahrung gemacht, was dies angeht. Für mich machte dies teilweise wirklich den Eindruck von alten, eingefahrenen Meinungen.
Heute sind etwa 14% der gesamten Bevölkerung Neuseelands Maori. Rund 100.000 Menschen sprechen die Sprache noch fließend. Wenn man das auf die ganze Bevölkerungsanzahl hochrechnet, sind das gerade einmal 2,5%! Für mich war diese Erkenntnis schon erschreckend.
Es gilt also dieses Erbe zu bewahren, da es meiner Meinung doch zur Vielfältigkeit Neuseelands dazu gehört, ja fast unabdinglich ist. Auch wenn sie die Ureinwohner Neuseelands sind, muss man nicht glauben, dass sie deswegen dem Rest der Bevölkerung hinterher hinken. Maori findet man in so ziemlichen jeden Berufsgruppen und in allen Teilen des Landes.
Einige tragen sogar noch die typischen Tattoowierungen im Gesicht. Trotz aller Versuche der Regierung die Gleichberechtigung nicht nur auf dem Papier an allen Stellen umzusetzen, machen die Maori einen überproportionalen hohen Anteil der sozial schwachen Bevölkerung aus.
Dies mag auch die Ursache für die Bemerkungen mancher Weiße, die Maori nennen sie Pakeha, sein, die wir auf unsere Reise gehört haben. Die Vorurteile scheinen also doch manchmal noch nicht komplett beseitigt.
So viele Dinge wurden von den Maori beeinflusst. Schaut man sich heute einmal aufmerksam um, so trifft man bei Ortsnamen, Flora und Fauna auf viele Einflüsse der Maori.
Viele Reiseveranstalter bieten geführte Touristentouren in die Gemeindezentren, die sogenannten marae an. Sollte man wirklich die Möglichkeit geboten bekommen, unabhängig davon ein marae besuchen zu können, unbedingt Schuhe vor dem Betreten ausziehen! Alles andere wird als extrem unhöflich aufgefasst! Dies als Tipp, weil man ja als Ausländer gerne mal in das eine oder andere Fettnäpfchen tritt.
Heute unterscheidet sich der Lebensstil immer weniger von dem der europäisch stämmigen Bevölkerung. Alles verschmilzt miteinander. Trotz allem ist immer noch ein großer Unterschied, dass der Besitz von materiellen Dingen nicht so groß geschrieben wird, wie bei den restlichen Kiwis. Das gleiche gilt für das Konkurrenzdenken.

Neuseeland
Erfahrungsbericht Neuseeland