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Wellington

Klein aber oho – so könnte die Zusammenfassung über Wellington lauten. Eine Stadt, die für jedermann etwas zu bieten hat.

Neuseelands Hauptstadt besticht schon allein durch ihre Lage. Die südlichste Hauptstadt der Erde ist zwischen einen wunderschönen Naturhafen und zahlreiche Hügelketten eingebettet. Die Lage an der Südspitze der Nordinsel am Eingang zur Cook Strait macht Wellington nicht nur zu einem idealen Ausgangspunkt für einen Ausflug auf die Südinsel, sondern auch zum Angriffspunkt für stürmische Winde, was der Stadt den Spitznamen „Windy Wellington“ eingetragen hat.

Auckland mag größer sein, das politische und kulturelle Zentrum Neuseelands ist jedoch Wellington – und somit ein ausgezeichneter Ort, sowohl Vergangenheit als auch Gegenwart des jüngsten Landes der Erde zu erforschen.

Diese Reise beginnt man am besten im Te Papa Tongarewa, dem neuseeländischen Nationalmuseum. Zahlreiche interaktive Ausstellungen zu Geologie, Flora, Fauna und Bevölkerung des Landes zeigen, wie Neuseeland zu dem Land wurde, das es heute ist. Weitere lohnenswerte Ausstellungen befinden sich in der Nationalbibliothek, in der das Original des Treaty of Waitangi, dem neuseeländischen „Gründungsvertrag“ zu bewundern ist. Wer mehr an der künstlerischen Seite der neuseeländischen Kultur interessiert ist, dem sei neben den Ausstellungen im Te Papa Museum ein Besuch im Geburtshaus der Schriftstellerin Katherine Mansfield empfohlen – dieses wurde bis ins kleinste Detail sorgfältig restauriert.

Nach soviel Kultur ist Abwechslung angesagt, entweder in einem von Wellingtons angesagten Shoppingvierteln oder beim Entspannen in der quasi direkt vor der Haustür gelegenen Natur. Die Einkaufsstraßen rund um Cuba Street, Courtenay Place und Lambton Quay lassen das Herz jedes Shoppingbegeisterten höher schlagen – von Souvenirs bis Kleidung gibt es alles, was man sich nur wünschen kann. Auch für Unterhaltung am Abend ist hier gesorgt, zum einen durch eine Vielzahl von Cafés, Restaurants, Bars und Kneipen, zum andere bietet Wellington unzählige Theaterveranstaltungen und Festspiele. Auch das nationale Sinfonieorchester und das Ballett sind hier beheimatet.

Zum Entspannen bietet sich auch eine Fahrt mit dem berühmten roten Cable Car hinauf in den Botanischen Garten an. Nachdem man die wunderbaren Aussicht über die Stadt und den Hafen genossen hat, kann man durch die zahlreichen verschiedenen Gartenanlagen mit einheimischen und anderen Pflanzenarten hinunter in das historische Viertel Thorndon laufen. Unweit davon befindet sich auch das Parlament, das aufgrund seiner charakteristischen Form im Volksmund auch „Beehive“ (Bienenstock) genannt wird und das ebenfalls besichtigt werden kann.

Wer danach noch weitergehen möchte, kann entlang der beeindruckenden Hafenpromenade zur Oriental Bay schlendern, wo sich zahlreiche Cafés, liebevoll restaurierte historische Gebäude und der Stadtstrand von Wellington befinden. Eine gute Gelegenheit, um mit Sand zwischen den Füßen zu relaxen.

Für einen gelungenen Abschluss des Tages bietet sich eine Fahrt auf den nahe gelegenen Mount Victoria, von dessen Spitze sich der beeindruckendste aller Rundumblicke über Wellington bietet: Stadt, Meer und Hügel – eine wahrhaft einmalige und sagenhaft schöne Kombination.